FASAN APOTHEKE
Hohlweggasse 21
1030 Wien
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Wundbehandlung

Unfälle passieren vor allem im Haushalt: Ein Abrutscher mit dem Küchenmesser oder das heiße Bügeleisen auf der Haut sind Situationen, die sicher jeder kennt. Meist hat man dann natürlich nicht das richtige Verbandmaterial zu Hause. Dabei ist die Basisausstattung der Hausapotheke für die Versorgung von Wunden wirklich einfach.

1. Wahl bei Wunddesinfektion
Jede Wunde muss unbedingt sofort desinfiziert werden. Ist die Wunde stark verschmutzt, sollte man sie zuerst unter fließendem Wasser ausspülen und dann mit einem Antiseptikum behandeln. Am besten eigenen sich dazu farblose Desinfektionsmittel in Sprayform, die großzügig über das gesamte Wundgebiet gesprüht werden sollen. Alkohol zur Desinfektion brennt nicht nur höllisch, sondern tötet auch nicht alle Keime ab. Nur in Notsituationen, wenn kein anderes  Desinfektionsmittel zur Hand ist, sollte man sich daher auf die desinfizierende Wirkung von reinem Alkohol verlassen.

Frischluft für die Wunde?
Die Ansicht, dass Verletzungen an der Luft am besten heilen, stimmt nicht unbedingt. Zwar bildet sich ein harter Schorf, der vor Schmutz schützt, aber dieser spannt auf der Haut und verleitet vor allem Kinder zum Kratzen. Durch das Kratzen wird die Wunde aber immer wieder neu infiziert, was man an der deutlich sichtbaren Rötung der Haut rund um die Verletzung erkennen kann. Wird die Wunde dagegen durch eine Wundsalbe feucht gehalten, bildet sich keine Kruste und die Wunde heilt schneller.

Klammern statt Nähen
Klaffende Wunden müssen innerhalb kürzester Zeit genäht werden, damit keine dauerhafte wulstige Narbe zurückbleibt. Meist hat man aber nicht die Zeit, sofort in ein Krankenhaus zu fahren. Leichte Abhilfe bieten Wundverschlussstreifen, die nebeneinander quer zur Wunde aufgeklebt werden und so die Wundränder fest zusammenziehen.

Risikofaktor Brandwunde
Brandwunden müssen immer rasch versorgt werden. An erster Stelle steht das Kühlen durch kaltes Wasser, um eine Blasenbildung möglichst zu verhindern. Leichte Brandverletzungen können danach mit dexpanthenolhaltigen Cremes oder Schaum gut versorgt werden, Verbrennungen höheren Grades brauchen hingegen eine richtige Wundauflage.

Metallbeschichtete Kompressen
dürfen dabei nicht mit silberhaltigen Wundsalben kombiniert werden. Spezielle Gele können die Heilung von Brandwunden außerdem beschleunigen und durch ihre zusätzliche kühlende Wirkung auch Schmerzen lindern.

INFO


Silber als neues Antiseptikum

Die medizinische Verwendungvon Silber als Wundauflage war schon im alten Ägypten bekannt. In letzter Zeit wird Silber gerne als Desinfektionsmittel eingesetzt. Silberionen können nämlich die Zellwand von Bakterien schädigen. Daher gibt es nicht nur Pflasterauflagen mit Silberbeschichtung sondern auch Wundsalben, die diese Silberionen enthalten.


Jod immer noch aktuell

Auch Jodpräparate sind in der Wundbehandlung sehr beliebt, da sie im Gegensatz zu Antibiotika keine Resistenzen verursachen. Das Wirkspektrum von Jod ist größer als das von Antibiotika und umfasst auch Pilze und Viren. Jod brennt nicht in der Wunde, ist aber stark gefärbt und kann auf Kleidung leicht Flecken hinterlassen.

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